Willkommen im Krautspace Jena
Hacker, Bastler und Solche, die es werden wollen: Der Krautspace ist euer Raum. Hier findet ihr Platz für Ideen, Diskussionen und die Koffein(freie)-Limo danach. Der Hackspace in der Krautgasse 26 liegt direkt zwischen Ernst-Abbe-Platz und Wagnergasse.
Das ist noch nicht alles, denn der Space ist Raum des Hackspace Jena e. V. Der Verein, das sind jene, die mit euch zusammen an Projekten arbeiten, den Laden am Laufen halten und euch bei euren ersten Schritten in die schöne neue Welt der Technik begleiten können. Um an Projekten oder Veranstaltungen Teil zu haben, ist also keine Mitgliedschaft nötig. Es reicht dabei zu sein.
Kommt vorbei und findet heraus, was bei uns los ist. Ein guter Anfangspunkt ist der Chaostreff am Dienstag oder auch unsere anderen Runden.
Ihr könnt uns gerne auch auf Mastodon folgen.
Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen
Kommt gern vorbei! Einige der Veranstaltungen finden parallel online über BigBlueButton statt.
| Wochentag | Wiederholung | Veranstaltung | Beginn | Wo |
|---|---|---|---|---|
| Dienstag | jede Woche | Chaostreff | 20:00 | https://kraut.space/chaostreff |
| Mittwoch | gerade KW | Brettspielerei | 20:00 | im Krautspace |
| Donnerstag | jede Woche | Linux User Group (LUG) | 20:00 | https://kraut.space/lug |
| Freitag | ungerade KW | Gaming am Freitag | 19:00 | im Krautspace |
| Sonntag | jeden ersten Sonntag im Monat | Digital Independence Day | 14:00 bis 16:00 | im Krautspace |
Neues aus dem Krautspace
Mehr Open Source, weniger Schulterzucken in der Stadtverwaltung Jena!
Wir als Hackspace Jena e.V., begrüßen, dass die Stadt Jena die „Systemfrage“ stellen und mit Alternativen zum Monopolisten Microsoft „experimentieren“ will. Allerdings widersprechen wir der im Artikel der OTZ und TLZ vom 1. Juni (Paywall) transportierten Darstellung, Open-Source-Software sei wegen des fehlenden Supports zu teuer oder durch Hersteller-Vorgaben faktisch alternativlos. Dezernent Lange wird mit den Worten zitiert, dass es kein Dogma gebe. Dem stimmen wir ausdrücklich zu. Daher sollten die im Artikel genannten Nachteile als lösbare Fragen und weniger als feststehende Tatsachen behandelt werden.
„Ich finde es gut, dass die Stadt experimentieren will. Dies muss einerseites mit einem ernsthaften Interesse passieren und andererseits müssen die tatsächlichen Kosten offen auf dem Tisch liegen.“, sagt Jens Kubieziel, Vorsitzender. Andere Verwaltungen haben die im Artikel genannten Vorbehalte längst widerlegt. Schleswig-Holstein stellt seine Landesverwaltung auf LibreOffice, Open-Xchange und Linux um. Ende 2025 arbeiten dort fast 80 Prozent der Arbeitsplätze mit dieser Open-Source-Software – und das Land spart bereits jetzt jährlich über 15 Millionen Euro an Lizenzkosten. Dem gegenüber stehen einmalige Kosten von 9 Millionen Euro. Der zuständige Digitalisierungsminister Dirk Schrödter nennt den Weg möglich und wirtschaftlich.¹ Auch Dänemark, das österreichische Bundesheer, das italienische Verteidigungsministerium und viele andere öffentliche Stellen gehen diesen Weg. Diese Beispiele zeigen, dass Open-Source-Software kostensparend eingesetzt werden kann.
Vortrag zum Thüringer Polizeiaufgabengesetz
Anfang April 2026 unterhielten wir uns im Hackspace über den neuen Entwurf des Thüringer Polizeiaufgabengesetzes. qbi bot an, seine Erkenntnisse zu teilen. Recht schnell wurde dann klar, dass es ein größeres Interesse am Thema gibt und so goß er seine Gedanken in Vortragsfolien.
Am 21. April 2026 nahmen dann über 60 Leute an dem Vortrag teil, stellten Fragen und berichteten von ihren Erkenntnissen. So gelang eine informative Veranstaltung.
Der Vortrag wurde aufgezeichnet. Leider ist die Audioqualität so schlecht, dass diese nicht veröffentlicht werden kann. Daher teilen wir hier die Folien und ein paar andere Informationen.
Transparenz in Thüringen nicht abservieren!
In Thüringen sollen die zu veröffentlichenden amtlichen Dokumente im Transparenzgesetz zusammengekürzt werden – getarnt als „Bürokratieentlastung“. Der Hackspace Jena begründet in einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf, warum das ein Irrweg ist. Stattdessen sollte das bestehende Transparenzportal umgehend technisch ausgebaut werden.
Das Thüringer Transparenzgesetz (ThürTG) aus dem Jahr 2019 machte Thüringen zum bundesweiten Vorreiter in puncto Transparenz. Die jetzt geplanten Änderungen im Rahmen des Ersten Thüringer Entlastungsgesetzes sollen diesen Erfolg wieder zunichte machen.
Die Informationsfreiheit erlaubt es Bürgerinnen und Bürgern, auf Informationen von Staat und Verwaltung zuzugreifen. Thüringen hat bereits vor knapp zwanzig Jahren erfolgreiche Schritte auf diesem Gebiet unternommen: Das Informationsfreiheitsgesetz wurde ausgebaut und zu einem Transparenzgesetz weiterentwickelt. Interessierte sollten nicht mehr nach Abfrage Einblick erhalten, sondern die Verwaltung selbst aktiv Informationen zur Verfügung stellen. Diese Transparenz stärkt das Vertrauen in die Demokratie und hilft der Bevölkerung, die Verwaltung mit guten Vorschlägen zu unterstützen.
Nun soll das Rad zurückgedreht werden: Die Landesregierung plant mit dem vorliegenden Gesetzentwurf deutliche Einschnitte bei der Transparenz.
Kontakt
Physisch, natürlich im Krautspace in der Krautgasse 26 in Jena. Ansonsten erreicht man uns über einen von zahlreichen Kommunikationswegen.
Idee & Motivation
Der Krautspace wird durch den Hackspace Jena e. V. betrieben und steht allen offen. Ein Hackspace ist ein Platz an dem man sich trifft, um gemeinsam an verschiedenen Themen rund um Technik zu arbeiten. Der Hackspace Jena e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Daher geht es hier nicht ums Geld, sondern den Spaß an der Sache.
